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Mit Home Staging die Käufer unbewusst beeinflussen

Bei einem Hauskauf kommt es Käufern meist vor allem auf zwei Punkte an. Zum einen spielt der Kaufpreis natürlich eine wichtige Rolle, zum villa-340451_640anderen aber auch das Wohlbefinden, das sich im besten Fall direkt beim Betreten des Objekts einstellt. Wenn direkt das Gefühl auftritt, dass man sich hier gern mit seiner Familie niederlassen möchte, dann ist dies ein wichtiger Schritt in Richtung erfolgreichem Kaufabschluss. Mit Home Staging kann man die Käuferentscheidung unbewusst beeinflussen und dieses Gefühl von Wohlbefinden hervorrufen.

Mit Home Staging wendet man ein wenig Psychologie an

Unter Home Staging versteht man das ansprechende Herrichten des Hauses, so dass es für die Interessenten möglichst ansprechend wirkt. Beim Immobilienverkauf wird Home Staging gern angewandt, gerade in den USA, wo diese Technik ihren Ursprung hat. Der Verkäufer schafft eine wohnliche Atmosphäre, die dem Besucher ein gutes Gefühl vermittelt. Dies kann das Arrangieren von Deko-Elementen oder auch das Streichen von Wänden sein.

Mittlerweile gibt es in Deutschland sogar eine eigene Gesellschaft für Home Staging und Redesign. Ziel ist es schlicht, die Immobilie von ihrer schönsten Seite zu zeigen. Für den Verkäufer bedeutet dies in den meisten Fällen, dass er sein Objekt deutlich schneller an den Mann bringen kann, was ihm fortlaufende Kosten einspart. Und weil die Immobilie ansprechend hergerichtet wurde und direkt ein Kaufbedürfnis auslöst, lasst sich dadurch natürlich auch der Kaufpreis in die Höhe treiben. Um es sich besonders einfach zu machen, kann man einen professionellen Homestager engagieren, der genau weiß, worauf es ankommt und was beachtet werden muss. Natürlich kann man auch selbst Hand anlegen.

So bringt man die Immobilie auf Vordermann

Möchte man sich selbst als Homestager ausprobieren, sollte man natürlich mit einer gründlichen Reinigung beginnen und das Haus aufräumen. Dann wird alles entfernt, was einen persönlichen Bezug aufweist, also etwa Fotos oder auch Gegenstände mit einem politischen Bezug. Denn der Besucher soll sich direkt vorstellen können, selbst in dem Haus zu leben und nicht durch die persönliche Einrichtung des Besitzers abgelenkt werden. Schönheitsmakel werden ausgebessert und vollgestellte Zimmer von Möbeln und Plunder bereinigt. Die Räume sollten minimalistisch eingerichtet sein, um möglichst viel Platz für die Imagination des Interessenten zu leisten. Dennoch sollten die Zimmer nie kühl und verlassen wirken, sondern immer noch Gemütlichkeit ausstrahlen. Wenn es sich um eine leer stehende Immobilie handelt, betreiben Homestager sogar den Aufwand, Möbel anzumieten, um so aufzeigen zu können, wie sich die Zimmer später einrichten lassen könnten.